Die plarotronic® Drehzahlregelung ist systematisch vergleichbar mit einer Drehzahlregelung eines elektronischen Antriebes. Die Einstellung der Drehzahl, also das Stellglied, wird nicht mittels eines leistungselektronischen Stellers ausgeführt, sondern über eine mechanische Veränderung der Getriebegeometrie. Diese mechanische Änderung hat eine Drehzahlangleichung am Getriebeabtrieb zur Folge. Die mechanische Änderung wird für den Fall, dass keine Elektrische Fernbedienung (EFB) vorgesehen ist, mit einem Handrad an der so genannten Einstellspindel durchgeführt. Wird die plarotronic® Drehzahlregelung eingesetzt, ist als Stellglied für die Drehzahl des plaromaster® Regelgetriebes ein Einstellmotor vorgesehen. Der Einstellmotor erhält vom Controller den entsprechenden Stellbefehl auf schneller oder langsamer, also links oder rechts drehen. Findet ein Stellbefehl statt, wird die Drehzahl verändert, bis der Stellbefehl beendet ist. Das Stellglied hat somit integralen Charakter. Dies wird in der plarotronic® Drehzahlregelung entsprechend berücksichtigt.
Der Istwert der Drehzahl am Getriebeabtrieb des plaromaster® Regelgetriebes wird über ein inkrementelles Drehzahlerfassungssystem ermittelt. Die Erfassungszeit der Drehzahl ist abhängig von der Auflösung bzw. der Genauigkeit der Drehzahlregelung. Bei Drehzahlregelungen auf +/-1 Umdrehung pro Minute genau, dauert die Messzeit 1 Sekunde, da konstruktionsbedingt die Verzahnung am
Getriebeabtriebsring des Regelgetriebes pro Umdrehung des Abtriebsringes 60 Impulse abgibt. Dies entspricht bei 1 Umdrehung pro Minute.
Technische Daten
Drehzahlbereich: 1 bis 1.200 min -1 (50 Hz, ohne Untersetzungsgetriebe)
Leistungsbereich: 0,18 bis 11 kW (Motorleistung)
Temperaturbereich: -20 bis +115 °C (an der Getriebeoberfl äche)
Genauigkeit: Drehzahlregelung +/- 2 min -1
ATEX-Spezifikation: Kategorie 2, Zonen 1 und 21
Eingangssignale: Drehzahlsollwert 0..10 V oder 0/4..20 mA
Meldesignale: Blockieren, Einstellmotor defekt
Bussignale: Ansteuerung Sollwert, Abfrage Meldesignale